Italienischer Filmclub

Filmarchiv

Hier finden Sie alle 332 Filme die bisher im italienischen Filmclub gezeigt wurden:

S = deutsch synchronisierte Fassung
OF = italienische Originalfassung
OmU = italienische Originalsprache mit deutschen Untertiteln
OmitU = italienische Originalsprache mit italienischen Untertiteln
OmenU = italienische Originalsprache mit englischen Untertiteln

  • A CASA TUTTI BENE (ZU HAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN)
    16.12.2021, 20:00 Uhr

    A CASA TUTTI BENE (ZU HAUSE IST ES AM SCHÖNSTEN)

    Italien 2018, Dauer: 105 min, Regie: Gabriele Muccino - OmU
    Darsteller: Stefania Sandrelli, Carolina Crescentini, Stefano Accorsi, Gianmarco Tognazzi, Sandra Milo u.a.

    Familientreffen sind im Film häufig geprägt durch gestörte Beziehungen, Heuchelei und verdrängte Konflikte. Nicht anders bei Gabriele Muccino. Nur dass er eine vielköpfige Familie durch eine Sturmflut auf der Insel Ischia festsetzt. Das bringt nicht nur die Pläne jedes Einzelnen durcheinander, sondern schafft breiten Raum, die verschiedenen Personen zu charakterisieren und die Verhältnisse zwischen ihnen auszuloten. Es entstehen vielzählige Handlungsstränge, die in einer dramaturgisch virtuosen Weise aneinander vorbei oder sich kreuzend und verknüpfend choreographiert werden.

    Alba (Stefania Sandrelli) und Pietro (Ivano Marescotti) wollen Goldene Hochzeit feiern und laden die komplette Familie ein. Doch in ihrer Vorfreude haben sie das Temperament ihrer Familie unterschätzt: da gibt es die auf die Ex ihres Mannes eifersüchtige Ehefrau, sowie den nur an seine Geliebte in Paris denkenden und die Flirtversuche seiner Frau nicht bemerkenden Ehemann, weiterhin den schüchternen Schwiegersohn, der eine Romanze mit seiner Cousine beginnt und viele andere. Sie sind verbunden in Liebe und Sympathie, Eifersucht und Neid, Sehnsüchten und Träumen - auch ein Seitensprung steht auf dem Programm. Ein Labyrinth der Leidenschaften in paradiesischem Ambiente.

  • A CHIARA (CHIARA)
    16.03.2023, 20:00 Uhr

    A CHIARA (CHIARA)

    Italien/Frankreich 2021, Dauer: 122 min, Regie: Jonas Carpignano - OmU
    Darsteller: Swamy Rotolo, Claudio Rotolo, Grecia Rotolo, Antonio Rotolo Uno, Koudous Seihon u.a.

    Wie fühlt sich eine 15jährige Jugendliche, wenn deren Vater nach ihrer festlichen Geburtstagsfeier aus dem Haus verschwindet, Personen hektisch ums nächtliche Haus laufen, die Polizei sich bemerkbar macht, das Familienauto explodiert und andere merkwürdige Dinge passieren: ist ihr Vater in N‘drangheta-Verbindungen verstrickt? Von der Mutter gibt es keine Erklärungen. Kurz darauf erschient ein Fahndungsaufruf nach dem Vater im Fernsehen. Jetzt fordert Chiara Aufklärung, sie will die ganze Wahrheit wissen. Schnell erkennt sie, dass sie diese selbst ermitteln muss. Dabei rennt sie gegen eine Mauer des Schweigens an und familiäre und freundschaftliche Bindungen bekommen auf einmal eine andere Bedeutung.

    Capignano thematisiert die Strukturen und Handlungen der mafiaähnlichen Organisationen, aus dem selten betrachteten Blickwinkel der familiären Bindungen. Aus der Perspektive der 15jährigen Chiara verliert der Zuschauer mit ihr seine Unbedarftheit und erkennt mit der Zeit die von den Tätern und Beteiligten nicht oder zu spät erkannten Folgen ihrer Taten für die ihnen nahestehenden Personen. Gerade der eingeengte Blick Chiaras auf das Geschehen ermöglicht dem Zuschauer eine intensivere und erweiterte Erkenntnis.

  • A CIASCUNO IL SUO (ZWEI SÄRGE AUF BESTELLUNG)
    02.06.2010, 20:00 Uhr

    A CIASCUNO IL SUO (ZWEI SÄRGE AUF BESTELLUNG)

    Italien 1967, Dauer: 99 min, Regie: Elio Petri - OmitU
    Darsteller: Gian Maria Volonté, Irene Papas, Gabriele Ferzetti, Salvo Randone, Luigi Pistillim, Laura Nucci

    Elio Petris freie Umsetzung des Romans von Leonardo Sciascia: Nachdem bei einer Jagd zwei Männer erschossen werden, versucht der Gymnasiallehrer Laurana (GianMaria Volontè) den sonderbaren Verwicklungen des Falles nachzugehen. Sexuelle Tabus, kriminelle Verwicklungen und politische Machenschaften treffen aufeinander.

  • ACAB - ALL COPS ARE BASTARDS
    20.09.2018, 20:00 Uhr

    ACAB - ALL COPS ARE BASTARDS

    Italien/Frankreich 2012, Dauer: 110 min, Regie: Stefano Sollima - OmU
    Darsteller: Pierfrancesco Favino, Filippo Nigro, Marco Giallini, Eugenio Mastrandrea, Domenico Diele, Andrea Sartoretti, Roberta Spagnuolo

    Wie fühlt man sich als Polizist, wenn ihm eine erregte Horde von Skinheads, linke Ultras oder alkoholisierte Fußballhooligans „All Cops are Bastards“ („Alle Bullen sind Bastards“) entgegenrufen und es gilt, die Ordnung aufrecht zu erhalten? Man ist angewiesen auf die Unterstützung der Kollegen und dies solidarisiert – eine nicht nur berufliche Bindung, die auch Mal aus dem Ruder laufen kann.

    Cobra, Nero und Mazinga sind Mitglieder einer italienischen Spezialeinheit und vertreten die Staatsgewalt bei Massenausschreitungen jeglicher Art. Dabei sind sie nicht zimperlich und auch Unbeteiligte bekommen gelegentlich den Schlagstock zu spüren. Es ist eine Welt aus Hass, Gewalt und Gegengewalt entstanden, die auch das Privatleben prägt. Auf der anderen Seite steht ein intensives persönliches Verstehen und Vertauen, eine abgeschottete Welt mit eigener Dynamik, die verbissen gegen Vorgesetzte und Außenstehende verteidigt wird. In diese Welt wird ein junger Rekrut versetzt, wodurch die gewohnten Strukturen auf den Prüfstand gestellt werden.

    Stefano Sollima, Sohn des Italowestern- und Kriminalfilmregisseur Sergio Sollima, lässt in diesem Film das Entstehen von Gewalt und Gegengewalt, blindem und verursachtem Hass, aber auch Solidarität und Freundschaft erlebbar werden und bedient sich den Elementen einer Bildersprache, die er einige Jahre später in SUBURRA zur vorläufigen Reife entwickelt hat.

  • Accattone (Wer nie sein Brot mit Tränen aß)
    04.02.2011, 20:00 Uhr

    ACCATTONE (WER NIE SEIN BROT MIT TRÄNEN ASS)

    Italien 1961, Dauer: 116 min, Regie: Pier Paolo Pasolini - OmU
    Darsteller: Franco Citti, Franca Pasut, Silvana Corsini, Adele Cmbria, Paola Guidi, Adriana Asti

    Mit ACCATONE beschreibt Pasolini die Welt erstmals mit und in der Sprache des Films. Dabei verwandelt er die Episodenstruktur des Neorealismus in die hermetische Geschlossenheit der Tragödie. Die Fabel des kleinen römischen Zuhälters Accatone wird als Passionsgeschichte mit den Mitteln des Kinos der Poesie erzählt.

  • Agata e la tempesta (Agatha und der Sturm)
    15.09.2005, 19:30 Uhr

    AGATA E LA TEMPESTA (AGATHA UND DER STURM)

    Italien 2004, Dauer: 118 min, Regie: Silvio Soldini - OmU
    Darsteller: Licia Maglietta, Giuseppe Battiston, Silvana Bosi, Emilio Soffrizzi, Marina Massironi, Claudio Santamaria, Gisela Volodi, Ann Eleonora Jargensen, Remo Remotti, Monica Nappo, Carlo Luca De Ruggieri

    Nach „Brot und Tulpen“ hat Soldini eine neue Komödie mit Licia Maglietta in der Hauptrolle gedreht. Als dynamische Buchhändlerin Agata platzt sie vor Energie und mit ihr die elektrischen Lampen. Drunter und drüber geht es, als sie sich in einen 13 Jahre jüngeren Mann verliebt und ihr Bruder Gustav erfährt, dass er als Kind adoptiert und seine wirkliche Mutter ihn quasi „verkauft“ hat. So lernen beide den verträumten Schürzenjäger Romeo kennen, der sich als dessen Bruder entpuppt. Eine Konstellation, in der Lebenskonzepte aus der Bahn geraten, aber auch die Erfüllung verdrängter Wünsche auf einmal möglich erscheint.

  • Agostino d’Ippona
    06.06.2007, 19:00 Uhr

    AGOSTINO D’IPPONA

    Italien 1972, Dauer: 117 min, Regie: Roberto Rossellini - OmitU
    Darsteller: Dary Berkani, Virginio Gazzolo, Cesare Barbetti, Bruno Cattaneo, Leonardo Fioravanti

    Werkschau: Roberto Rossellini

    Der heilige Augustus war 395-430 Bischof von Hippo im heutigen Algerien. Es ist dieDer heilige Augustus war 395-430 BDarsischof von Hippo im heutigen Algerien. Es ist dieZeit des Übergangs. 410 war es zum „Sacco di Roma“ gekommen und das RömischeReich trudelte seinem Untergang entgegen. 431, ein Jahr nach Augustus Tod, eroberndie Vandalen Hippo und errichten eine hundertjährige Herrschaft. Rossellini nutztdiesen historischen Hintergrund und thematisiert die Rolle der Religion und ihrerVertreter im politischen Kontext.

  • Alla luce del sole
    01.04.2009, 20:00 Uhr

    ALLA LUCE DEL SOLE

    Italien 2005, Dauer: 90 min, Regie: Roberto Faenza - OmitU
    Darsteller: Luca Zingaretti, Alessia Goria, Corrado Fortuna, Giovanna Bozzolo, Francesco Foti, Piero Nicosia

    Werkschau: Roberto Faenza

    Als Giuseppe Puglisi 1990 eine Pfarrei in Palermo übernimmt, widmet er sich den verwahrlosten Kindern. 2 Jahre lang baut er ein Gemeindezentrum auf und holt immer mehr Kinder von der Straße. Sein Kampf um das Wichtigste, wie der Kanalanschluss und die Gesundheitsvorsorge für die Schule bringt ihn in Konflikt mit der Mafia. Im Umfeld der Morde an Falcone und Borsellino kommt es zur entscheidenden Auseinandersetzung. Faenza drehte den Film nach authentischem Archivmaterial.

  • Allonsanfan (Allonsanfan)
    06.04.2011, 20:00 Uhr

    ALLONSANFAN (ALLONSANFAN)

    Italien 1974, Dauer: 106 min, Regie: Paolo e Vittorio Taviani - OmitU
    Darsteller: Marcello Mastroianni, Lea Massari, Mimsy Farmer, Claudio Cassinelli, Laura Betti, Benjamin Lev, Bruno Cirino, Stanko Molnar, Luisa De Santis, Biagio Pelligra, Renato De Carmine, Michael Berger

    Die Jahre der Restauration. Der adlige Fulvio wurde als Revolutionär wegen einesangeblichen Verrats eingekerkert. Nach seiner Entlassung sehnt er sich nachzurückgezogener Ruhezeit in der Villa der Familie zusammen mit seiner Geliebten. Während er von der Flucht nach Amerika träumt, will sie ihn zusammen mit den Exkämpfern zum Aufbruch nach Süditalien drängen. So beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und Fulvios Unfähigkeit, sich zu entscheiden, endet in einer Tragödie.

  • ALLONSANFAN (ALLONSANFAN)
    19.12.2013, 20:00 Uhr

    ALLONSANFAN (ALLONSANFAN)

    Italien 1974, Dauer: 110 min, Regie: Paolo und Vittorio Taviani - OmU
    Darsteller: Marcello Mastroianni, Lea Massari, Mimsy Farmer, Claudio Cassinelli, Laura Betti, Benjamin Lev, Bruno Cirino, Stanko Molnar, Luisa De Santis, Biagio Pelligra, Renato De Carmine, Michael Berger

    Die Jahre der Restauration. Der adlige Fulvio wurde als Revolutionär wegen eines angeblichen Verrats eingekerkert. Nach seiner Entlassung sehnt er sich nach zurückgezogener Ruhezeit in der Villa der Familie zusammen mit seiner Geliebten. Während er von der Flucht nach Amerika träumt, will sie ihn zusammen mit den Exkämpfern zum Aufbruch nach Süditalien drängen. So beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und Fulvios Unfähigkeit, sich zu entscheiden, endet in einer Tragödie.

  • Amarcord (Fallinis Amarcord)
    18.03.2010, 20:00 Uhr

    AMARCORD (FALLINIS AMARCORD)

    Italien/Frankreich 1973, Dauer: 127 min, Regie: Federico Fellini - OmU
    Darsteller: Magali Noël, Pupella Maggio, Bruno Zanin, Armando Brancia, Nando Orfei, Gianfilippo Carcano, Josiane Tanzilli, Maria Antonietta Beluzzi, Giuseppe Ianigro, Stefano Proietti, Luigi Rossi

    90 Jahre Fellini (20.01.1920-31.10.1993)

    „Amarcord“ bedeutet im Dialekt der Romagna: „Ich erinnere mich“. Auch wenn Fellini sein Leben lang jeden autobiografischen Einfluss bestritt, liegt der persönliche Bezug auf der Hand: Aus der staunenden Perspektive eines 16jährigen Jungen präsentiert er ein Panoptikum skurriler, sowohl amüsanter als auch erschreckender Episoden und entwickelt daraus die Atmosphäre Riminis im Faschismus der 30er Jahre.

  • Amarcord (Fellinis Amarcord)
    15.12.2005, 19:30 Uhr

    AMARCORD (FELLINIS AMARCORD)

    Italien/Frankreich 1973, Dauer: 127 min, Regie: Federico Fellini - OmU
    Darsteller: Magali Noël, Pupella Maggio, Bruno Zanin, Armando Brancia, Nando Orfei, Gianfilippo Carcano, Josiane Tanzilli, Maria Antonietta Beluzzi, Giuseppe Ianigro, Stefano Proietti, Luigi Rossi

    90 Jahre Fellini (20.01.1920-31.10.1993)

    „Amarcord“ bedeutet im Dialekt der Romagna: „Ich erinnere mich“. Auch wenn Fellini sein Leben lang jeden autobiografischen Einfluss bestritt, liegt der persönliche Bezug auf der Hand: Aus der staunenden Perspektive eines 16jährigen Jungen präsentiert er ein Panoptikum skurriler, sowohl amüsanter als auch erschreckender Episoden und entwickelt daraus die Atmosphäre Riminis im Faschismus der 30er Jahre.

  • Amnesia
    04.11.2009, 20:00 Uhr

    AMNESIA

    Italien 2002, Dauer: 111 min, Regie: Gabriele Salvatores - OmitU
    Darsteller: Diego Abantantuono, Sergio Rubini, Martina Stella, Bebo Storti, Juanjo Puigcorbé, Rubén Ochandiano, Maria Jurado, Antonia San Juan, Ian McNeice, Alessandra Martines

    Werkschau: Ein Fall für zwei Gabriele Salvatores (Regisseur) und Diego Abantantuono (Schauspieler)

    Amnesia è la megadiscoteca, dove si intreccia il destino di tre uomini: un registra di film porno, che riceve la visita della figlia 17enne sul set, Angelino, che gestisce un bar e spaccia droga, e il capo della polizia locale che ha più da lottare con il figlio ribelle che con la criminalità.

  • Andiamo (Andiamo)
    18.08.2005, 19:30 Uhr

    ANDIAMO (ANDIAMO)

    Italien/Deutschland 2004, Dauer: 94 min, Regie: Thomas Crecelius - OmU
    Darsteller:

    Noto: Nicht nur die barocke Pracht bröckelt, auch die Zukunftsaussichten der Jugendlichen nach dem Abitur sind nicht rosig. So stellt sich für sie die Frage, zu bleiben oder in den Norden zu gehen. In einer Mischung aus Erzählung und Dokumentation versucht der Film von Thomas Crecelius dem Phänomen des italienischen Südens nachzugehen. Herausgekommen ist das Porträt der Stadt Noto und seiner Bewohner, die für einen oft übersehenen Teil des italienischen Lebens stehen.

  • Angela (Angela)
    02.06.2004, 19:30 Uhr

    ANGELA (ANGELA)

    Italien 2002, Dauer: 95 min, Regie: Roberta Torre - OmU
    Darsteller: Andrea Di Stefano, Donatella Finocchiaro, Mario Pupella

    Angela ist in Ballarò, dem Markt-Viertel Palermos auf­gewachsen. Mit zwanzig heiratet sie Saro. Das junge Pärchen schlägt sich mit Drogenhandel und schnel­len Geschäften durch. Als sie Masino begegnet, der zum rechten Arm ihres Mannes wird, beginnt sie mit ihm eine leiden­schaftliche Affäre.

  • ANNI FELICI  (ANNI FELICI - BARFUSS DURCHS LEBEN)
    21.01.2016, 20:00 Uhr

    ANNI FELICI (ANNI FELICI - BARFUSS DURCHS LEBEN)

    Italien 2014, Dauer: 101 min, Regie: Daniele Luchetti - OmU
    Darsteller: Kim Rossi Stuart, Martina Gedeck, Micaela Ramazzotti, Nicolò Cavagna

    Sie streiten und versöhnen sich: Guido, der (Lebens)künstler ist wirtschaftlich von seiner Frau Serena abhängig, was ihn nicht hindert, sexuelle Abenteuer einzugehen und sie zu demütigen - bis diese die Avancen der Galeristin Helke zu beantworten beginnt. Zusammengehalten wird die Familie durch die Söhne Paolo und Dario, der in diesem Film von den „glücklichen Jahren der Familie“ erzählt.

  • Anno Uno – Alcide de Gasperi
    02.05.2007, 19:00 Uhr

    ANNO UNO – ALCIDE DE GASPERI

    Italien 1974, Dauer: 118 min, Regie: Roberto Rossellini - OmU
    Darsteller: Luigi Vannucchi, Dminique Darel, Corrado Olmi, Renato Montanari, Tino Bianchi, Rita Forzano, Valeria Sabel, Paolo Bonacelli, Francesco Di Federico, Omero Antonutti, Renato Scarpa

    Werkschau: Roberto Rossellini

    In seinen historischen Fernsehproduktionen hat der späte Rossellini wieder zu seineralten Schaffenskraft zurückgefunden. Anhand historischer Persönlichkeiten lässt er Epochen aufscheinen und stellt die Frage nach der Verantwortung der politisch Handelnden. Alcide de Gasperi leistete unter dem Schutz des Vatikans Widerstand gegen Mussolini und wurde einer der Väter des „neuen Italiens“. Der Film beschreibtdie Zeit ab 1945, dem Jahr der Befreiung, bis zu seinem Tod 1954.

  • Appunti di viaggio per un film sull'India (Notizen für einen Film über Indien)
    14.03.2011, 20:00 Uhr

    APPUNTI DI VIAGGIO PER UN FILM SULL'INDIA (NOTIZEN FÜR EINEN FILM ÜBER INDIEN)

    Italien 1968, Dauer: 35 min, Regie: Pier Paolo Pasolini - OmU
    Darsteller: Pier Paolo Pasolini

    Mit: Pier Paolo Pasolini

    Ein Reisetagebuch, die Schilderung des Versuchs, einen Film nach einer Legende aus der indischen Mythenwelt zu drehen: die Geschichte eines Maharadschas, der seinen Körper den vom Hungertod bedrohten Tigerjungen hingibt. Pasolini interviewt repräsentative Personen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen.

  • Appunti per un'Orestiade africana (Notizen für eine afrikanische Orestie)
    27.02.2011, 15:00 Uhr

    APPUNTI PER UN'ORESTIADE AFRICANA (NOTIZEN FÜR EINE AFRIKANISCHE ORESTIE)

    Italien 1970, Dauer: 65 min, Regie: Pier Paolo Pasolini - OmU
    Darsteller: Pier Paolo Pasolini, Gato Barbieri, Marcelli Melis

    Der Versuch einer Transposition der ORESTIE des Aischylos in das moderne Afrika. Auf der Suche nach möglichen Drehorten und Figuren führt Pasolini ein filmisches Notizbuch.

  • ARIAFERMA (ARIAFERMA)
    21.03.2024, 20:00 Uhr

    ARIAFERMA (ARIAFERMA)

    Italien/Schweiz 2021, Dauer: 117 min, Regie: Leonardo Di Costanzo - OmU
    Darsteller: Daniele Barison, Maila Dabalà, Bianka Berényi, Alberto Tedesco u.a.

    „Draußen könnten wir vielleicht Freunde sein. Hier bist Du der Verbrecher und ich habe auf Dich aufzupassen. Du bist mein Job!“ sagt sinngemäß einer der Protagonisten. Zwischen dem Häftling und seinem Bewacher hatte kurz so etwas wie Sympathie oder Verständnis aufgeleuchtet. Aber Beziehungen im Gefängnis wandeln und behaupten sich, werden aber immer wieder auf die Grundkonstellation zurückgeführt.

    Bei der Organisation der Räumung unberücksichtigt, bleiben 12 Gefangene in einem baufälligen Gefängnis mit einer Handvoll Wärtern ohne Infrastruktur (Küche, Krankenstation, technischer Dienst usw.) zurück. Ein Ende ist nicht abzusehen.

    Eine eigenartige Gruppendynamik greift um sich, Spannungen zwischen den Gefangenen und alte Konflikte bei den Wärtern brechen auf. Es entstehen aber auch Allianzen zwischen den einzelnen Menschen, die ohne die Enge nicht möglich wären.

    Eine interessante psychologische Studie und ein spannender Film.

  • Asmarina
    15.01.2017, 20:00 Uhr

    ASMARINA

    Italien 2015, Dauer: 69 min, Regie: Alan Maglio, Medhin Paolos - OmenU
    Darsteller:

    Ein nahezu vergessenes Erbe postkolonialer Zeit: die über fast ein halbes Jahrhundert erfolgte Integration der eritreischen und äthiopischen Volksgruppen in das soziale und kulturelle Leben Italiens.

    Alan Maglio und Medhin Paolos präsentieren in ihrem Dokumentarfilm Erinnerungen aus der Habescha-Volksgruppe in Mailand, zeigen persönliche Schicksale und untersuchen die verschiedenen Formen der Identität, Migration und des Einlebens in der Fremde.

    Herausgekommen ist die Geschichte über eine ethnische Minderheit in Italien: das alltägliche Leben der dort Geborenen und derjenigen, die schon lange im Land leben oder als Flüchtlinge gerade erst angekommen sind.

  • ATLANTIDE (ATLANTIDE)
    15.02.2024, 20:00 Uhr

    ATLANTIDE (ATLANTIDE)

    Italien/Frankreich/Vereingte Staaten/Katar/Mexiko/Spanien 2021, Dauer: 100 min, Regie: Yuri Ancarani - OmU
    Darsteller: Daniele Barison, Maila Dabalà, Bianka Berényi, Alberto Tedesco u.a.

    Dieser Film hat zwar eine Handlung. Diese tritt aber zurück, um Platz zu machen für eine Sinfonie aus dem Motorengeräusch von Speedbooten, die durch Venedigs Lagunen rasen, und lauter Disco-Musik, zu der die Jungs abhängen, wenn sie mal nicht ihre Boote tunen oder Rennen fahren. Präsentiert wird dies durch ästehtisch-künstelrische Fotografie, die in ihrer Harmonie mit dem lauten minimalistischen Konzert der Geräusche in Kontrast tritt.

    Vordergründig erzählt wird das Leben, die Rituale der Männlichkeit und die Leidenschaft für schnelle Boote von Jugendlichen im Hinterland Venedigs, das man selbst kaum zu Gesicht bekommt.

  • Azzurro (Azzurro)
    19.01.2006, 19:30 Uhr

    AZZURRO (AZZURRO)

    Schweiz/Italien/Frankreich 2000, Dauer: 82 min, Regie: Denis Rabaglia - OmU
    Darsteller: Paolo Villaggio, Francesca Pipoli, Marie-Cristine Barrault, Jean-Luc Bideau, Renato Scarpa, Julien Boisselier

    Nach seinem Herzinfarkt will der 75-jährige Giuseppe zurück in die Schweiz reisen, in der er 30 Jahre als Vorarbeiter gearbeitet hatte. Kurzerhand nimmt er seine siebenjährige blinde Enkelin Carla mit, um von seinem ehemaligen Chef das Geld für deren Augenoperation zu erbitten. Als kurzer Ausflug geplant, entwickelt sich diese Reise zu einem Aufbruch in Giuseppes Vergangenheit mit Begegnungen, die sich manchmal nicht nur die blinde Carla anfänglich nicht erklären kann.

  • BAARÌA (BAARIA)
    15.06.2023, 20:00 Uhr

    BAARÌA (BAARIA)

    Italien 2009, Dauer: 151 min, Regie: Giuseppe Tornatore - OmU
    Darsteller: Francesco Scianna, Margareth Madè, Nicole Grimaudo, Angela Molina, Gaetano Aronica, Alfio Sorbello, Enrico Lo Verso, Nino Frassica, Laura Chiatti, Michele Placido, Giorgio Faletti Corteccia u.a.

    Wir zeigen den Film begleitend zum Morricone-Schwerpunkt in der Black Box.

    In einem Interview vom 03.10.2011 äußerte Ennio Morricone auf die Frage, mit welchem Regisseur er gegenwärtig am liebsten zusammenarbeite: Giuseppe Tornatore. Und in der Tat verbindet die Beiden eine jahrzehntelange konstruktive Zusammenarbeit, die es in dieser Intensität in Morricones Leben wohl nur noch mit Sergio Leone gegeben hat. „Ich mag es, wenn Regisseure loslassen können und den Fluss des Filmes passagenweise der Musik überlassen. Nur wenige haben den Mut dazu.“

    Im Mittelpunkt des Films steht Bagheria, ein kleiner Ort in der Nähe von Palermo, in dem das Leben dreier Generationen ausgebreitet wird. Nebenbei entsteht so ein Bild der italienischen Geschichte von unten: Faschismus, Zweiter Weltkrieg, italienischer Kommunismus, aber auch des gesellschaftlichen Wandels der Nachkriegszeit, Mafia inklusive. Fast zu viel für einen Film. Gut, dass Morricones Filmmusik sortiert, kommentiert, strukturiert und stützt.

    BAARÌA war der erste italienische Film seit 18 Jahren, der das renommierte Filmfest in Venedig eröffnen durfte.

  • BANGLA (BANGLA)
    20.03.2025, 20:00 Uhr

    BANGLA (BANGLA)

    Italien 2019, Dauer: 87 min, Regie: Phaim Bhuiyan - OmU
    Darsteller: Phaim Bhuiyan, Pietro Sermonti, Carlotta Antonelli, Simone Liberati u.a.

    Nicht nur Italien hat ein Migrantenproblem, sondern auch die Migranten der zweiten Generation. Der junge Muslim Phaim beschreibt es so: „Auch wenn ich etwas dunkel aussehe, ich bin Italiener, so eine Sache halb und halb, halb Italiener halb Bengali, aber 100 % Torpignattara” Torpignattara ist ein multiethnisches Viertel Roms.

    Tagsüber ist er Aufseher im Museum, die Abende spielt er in einer Band. Bei einem Auftritt lernt er Asia kennen, aufgeschlossen, lebhaft – das genaue Gegenteil von ihm. Es ist Liebe auf den ersten Blick, aber das Zusammenleben gestalte sich schwierig. Die Eltern Phaims haben eine muslimische Braut ausgeschaut und erwarten seine Zustimmung. zur Hochzeit Und dann ist da noch ein anders Problem: wie erklärt er Asia, dass ein Muslim keusch in die Ehe zu gehen hat?

    Originalzitat: Anche se mi vedete un po’ nero, sono Italiano, una via di mezzo, metà italiano, metà Bangla e 100% torpignattaro.